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Bing Webmaster-Richtlinien

Microsoft hat 2026 die Bing Webmaster Guidelines neu geschrieben – inklusive GEO als offizielle Disziplin. Was Bing erwartet, was bestraft wird, wie man für Copilot sichtbar wird.

Die wichtigste Neuerung 2026

Microsoft hat im Februar 2026 die Bing Webmaster Guidelines grundlegend überarbeitet. Die größte Veränderung: Generative Engine Optimization (GEO) ist jetzt offiziell Teil der Richtlinien. Microsoft führt damit – früher als Google – AI-Search-SEO in den offiziellen Regelwerk-Status ein.

Die aktualisierte Einleitung sagt es klar:

„Diese Richtlinien beschreiben, wie Bing Inhalte entdeckt, crawlt, indexiert, bewertet und darstellt – über Bing Search, Copilot und Grounding API Results hinweg."

Damit werden Indexierung/Ranking UND Grounding/Citations als gleichwertige Eligibility-Outcomes behandelt.

Die drei Kernkategorien

Bings Richtlinien folgen einer ähnlichen Struktur wie Google Search Essentials:

  1. Allgemeine Best Practices: Was Bing als gute Site-Hygiene betrachtet.
  2. Spam-Practices: Was bestraft wird.
  3. Neu: GEO-spezifische Empfehlungen: Wie man für Copilot-Grounding eligible wird.

Bings Spam-Definitionen

Klassischer SEO-Spam

Im Kern identisch zu Google:

  • Keyword Stuffing: Übermäßige Keyword-Wiederholung.
  • Cloaking: Bingbot bekommt anderes als der Nutzer.
  • Hidden Text & Links: CSS-Tricks, weiße Schrift, Mini-Schriftgrößen.
  • Doorway Pages: Dünne Funnel-Seiten.
  • Link Schemes: Linkkauf, Linknetzwerke, Reziprok-Tausch im Großstil.
  • Duplicate Content: Inhalte mehrfach unter verschiedenen URLs.
  • Malicious behavior: Malware, Schad-Downloads.

2026 erweitert: AI-Missbrauch

Die alte Formulierung war hart („machine-generated content … without active human intervention"). Die neue ist nuancierter:

  • Content „produced without editorial oversight" gilt als problematisch.
  • Content, der „primarily for manipulating search rankings" erstellt wird, ebenfalls.
  • Editorial AI-Use ist OK – Spam-AI-Use nicht.

Das entspricht weitgehend Googles Helpful-Content-Linie.

Meta-Direktiven für AI-Steuerung

Bing hat 2026 alle relevanten Meta-Robots-Direktiven explizit für AI-Antworten dokumentiert:

Direktive Wirkung auf AI/Copilot
noarchiveVerhindert Verwendung in Copilot-Antworten und Grounding
nosnippetKein Snippet, auch nicht in AI-Antworten
max-snippet:NBegrenzt die Snippet-Länge auf N Zeichen
noindexKomplett aus Index – auch aus AI-Quellen
data-nosnippetHTML-Attribut auf Element-Ebene (z. B. Paywall-Bereiche)

Microsoft ist hier explizit detaillierter als Google – Google hat noch keinen direktive-für-direktive-Breakdown für AI Overviews veröffentlicht.

GEO-Empfehlungen aus den neuen Guidelines

Microsoft empfiehlt für Grounding-Eligibility:

  • Klare Fakten statt impliziter Aussagen. AI-Systeme brauchen verifizierbaren Content.
  • Eindeutige Entitäten: klare Namen für Personen, Organisationen, Orte – keine mehrdeutigen Bezüge.
  • Single-Topic-Pages: ein Thema pro URL erhöht die Chance auf Grounding-Auswahl.
  • Essenzielle Infos oben: wichtige Aussagen früh im Text platzieren.

Mehr Praxis: GEO – Generative Engine Optimization.

Spezifische Bing-Best-Practices

Über die GEO-Neuerungen hinaus betont Bing klassisch:

  • Klare Autoren-Information: Bing wertet sichtbare Autor-Profile mit Qualifikationen besonders hoch – vor allem im YMYL-Bereich.
  • Kontaktinformationen und Privacy-Policy: ausdrücklich als Trust-Faktor genannt.
  • Sitemap-Pflege: regelmäßig aktualisierte XML-Sitemaps einreichen.
  • IndexNow nutzen: sofortige Benachrichtigung bei URL-Änderungen.
  • Konsistente Strukturierte Daten: Schema.org für jede relevante Inhaltsart.
  • ALT-Texte bei Bildern: Bings Bildverständnis ist traditionell stark.

Konsequenzen bei Verstößen

Bing nennt explizit drei mögliche Konsequenzen:

  1. Reduzierte Sichtbarkeit in Bing Search.
  2. Reduzierte Eligibility für Grounding Experiences (Copilot, AI-Antworten).
  3. Delisting aus dem Bing-Index.

Wo finde ich die offiziellen Texte?

Praxis-Tipp

Wer für Google sauber arbeitet (siehe Google Webmaster-Richtlinien), erfüllt 90 % der Bing-Anforderungen automatisch. Die letzten 10 % – vor allem die AI/GEO-Meta-Tag-Steuerung und IndexNow – sind aber direkt umsetzbar und können bei AI-Sichtbarkeit den entscheidenden Unterschied machen.

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