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Interne Verlinkung planen
Interne Links verbinden die Seiten deiner Website untereinander. Google entdeckt über sie neue Seiten und erkennt, worum es auf einer Seite geht. Jede wichtige Seite sollte von mindestens einer anderen Seite verlinkt sein, mit einem Linktext, der das Ziel beschreibt, und als normales a-Element mit href.

Interne Links sind Verweise von einer Seite deiner Website auf eine andere Seite derselben Website: im Menü, im Text, in Navigationspfaden oder in Listen verwandter Artikel. Sie führen Leser zum nächsten passenden Inhalt, und sie zeigen Suchmaschinen, welche Seiten es gibt und wie sie zusammenhängen. Google schreibt, dass jede Seite, die dir wichtig ist, von mindestens einer anderen Seite deiner Website verlinkt sein sollte [1]. Anders als Links von fremden Websites hast du die internen Links vollständig selbst in der Hand.
Wozu interne Links dienen
Der Googlebot findet neue Seiten, indem er Links auf bereits bekannten Seiten folgt. Eine Seite, auf die kaum oder gar keine Links zeigen, kann Google übersehen [2]. Laut Google entdeckt es bei einer Website, deren Seiten sinnvoll untereinander verlinkt sind, in der Regel den größten Teil der Seiten [2]. Für kleine Websites mit etwa 500 oder weniger Seiten und guter interner Verlinkung ist eine Sitemap deshalb unter Umständen gar nicht nötig [2].
Links helfen Google außerdem beim Verstehen. Google nutzt Systeme, die auswerten, wie Seiten miteinander verlinkt sind, um zu erkennen, worum es auf einer Seite geht und welche Seiten für eine Suche am hilfreichsten sind. Eines davon ist PageRank, das seit der Einführung von Google zu den zentralen Rankingsystemen gehört [3]. Wie diese Systeme Links genau gewichten, veröffentlicht Google nicht.
Links, denen Google folgen kann
Google kann Links in der Regel nur crawlen, wenn sie als a-Element mit einem href-Attribut im HTML stehen und das Ziel eine echte Adresse ist, etwa /produkte oder https://example.com [1]. Elemente, die nur per JavaScript-Klick auf eine andere Seite führen, ein span mit href oder Adressen mit javascript: gelten als nicht empfohlen [1]. Links, die erst durch JavaScript in die Seite eingefügt werden, kann Google crawlen, solange sie das normale Link-Markup verwenden [1].
Der Linktext
Der sichtbare Text eines Links, auch Ankertext genannt, soll Lesern und Google erklären, was auf der Zielseite steht. Google empfiehlt Linktexte, die aussagekräftig und prägnant sind und zur Ausgangsseite und zur Zielseite passen. Allgemeine Formulierungen wie "Klicken Sie hier" oder ganze Sätze als Linktext nennt Google als schlechte Beispiele [1]. Ist ein Bild verlinkt, verwendet Google den Alt-Text des Bildes als Linktext [1].
| Linktext | Einschätzung |
|---|---|
| hier, mehr, weiterlesen | sagt nichts über das Ziel |
| Interne Verlinkung planen | beschreibt das Ziel knapp |
| interne Verlinkung, interne Links SEO, interne Links setzen | aneinandergereihte Suchbegriffe, kann als Spam gelten |
Google rät ausdrücklich davon ab, Keywords in Linktexte zu pressen, weil das als Spam gewertet werden kann [1]. Links sollten außerdem über den Text verteilt im Satzzusammenhang stehen und nicht direkt hintereinander [1]. Wie stark Linktexte für das Ranking gewichtet werden, sagt Google nicht. Google nennt aber Linktexte auf anderen Seiten als eine der Quellen, aus denen es den Titellink einer Seite bilden kann [4].
Die Struktur planen
Bevor du einzelne Links setzt, lohnt ein Plan der ganzen Website. Eine verbreitete Gliederung hat drei Ebenen: Die Startseite verlinkt auf die Bereiche, jeder Bereich auf seine Artikel, und die Artikel verweisen auf ihren Bereich und auf verwandte Artikel. Eine Hauptseite zu einem Thema, die auf alle Unterseiten verlinkt und von ihnen zurück verlinkt wird, nennt man oft Themencluster. Wie du solche Cluster inhaltlich planst, beschreibt die Schwesterseite unter Pillar-Seiten und Themencluster.
Navigationspfade zeigen, wo eine Seite in dieser Gliederung steht, und erlauben es, Ebene für Ebene nach oben zu gehen. Google kann sie mit strukturierten Daten vom Typ BreadcrumbList im Suchergebnis anzeigen und empfiehlt Pfade, die einem typischen Weg eines Nutzers zur Seite entsprechen, nicht unbedingt der Adressstruktur [5].
Wie viele Links auf eine Seite gehören, legt Google nicht fest. Es gibt laut Google keine ideale Anzahl, und wenn es zu viele wirken, sind es vermutlich auch zu viele [1]. Wie du die Zuordnung von Begriffen und Seiten erstellst, erklärt Keyword-Recherche in fünf Schritten.
Neue Seiten einbinden
Eine neue Seite ist nur so gut erreichbar wie die Links, die auf sie zeigen. Google weist darauf hin, dass es bei großen Websites schwieriger ist, jede Seite mit einer anderen zu verknüpfen, und neue Seiten deshalb leichter unentdeckt bleiben [2]. Wer einen Artikel veröffentlicht, nimmt ihn deshalb in die Liste seines Bereichs auf und setzt auch in ältere Artikel zum selben Thema einen passenden Link. Umgekehrt verweist der neue Artikel auf die Seiten, die seine Leser als Nächstes brauchen.
Ein einfacher Ablauf für jede Veröffentlichung sieht so aus:
- Bereichsseite oder Übersicht ergänzen, damit der neue Artikel von oben erreichbar ist.
- Zwei bis drei ältere Artikel suchen, in denen das neue Thema schon vorkommt, und dort einen Link mit beschreibendem Text setzen.
- Im neuen Artikel auf die übergeordnete Seite und auf verwandte Artikel verweisen.
- Nach einigen Tagen im Bericht "Links" der Search Console nachsehen, ob die neue Seite dort auftaucht. Der Bericht zeigt nur eine Auswahl, ein fehlender Eintrag beweist also nichts.
Verwaiste Seiten finden
Eine Seite, auf die keine interne Seite verlinkt, heißt verwaiste Seite. Sie entsteht oft, wenn ein Menüpunkt entfernt oder ein Artikel aus einer Liste genommen wird. Steht sie noch in der Sitemap, kann Google sie dort finden, bekommt über Links aber keinen Hinweis auf ihren Platz in der Website. Die Sitemap ist laut Google ohnehin nur ein Vorschlag, ein Crawling aller Einträge ist nicht garantiert [2].
Einen ersten Überblick gibt der Bericht "Links" in der Google Search Console. Unter "Interne Links" zeigt er, welche eigenen Seiten am häufigsten intern verlinkt sind, und nach einem Klick auf eine Adresse, welche Seiten auf sie verweisen [6]. Der Bericht ist eine Auswahl und keine vollständige Liste, die Tabellen sind auf 1.000 Zeilen begrenzt [6]. Links, die der Bericht zeigt, können inzwischen entfernt sein, nofollow-Kennzeichnungen sind nicht zu sehen, und die Seiten sind nach ihrer kanonischen Adresse gruppiert [6]. Für eine vollständige Prüfung vergleichst du die Seiten aus deiner Sitemap mit den Seiten, die ein Crawler über Links findet, etwa der Screaming Frog SEO Spider. Was in der Sitemap steht, aber nicht gefunden wird, braucht einen Link.
Filter und Facetten in Onlineshops
Besonders viele interne Links erzeugen Filter, mit denen Besucher eine Liste nach Farbe, Größe oder Preis eingrenzen. Google nennt das Facettennavigation. Laufen die Filter über Parameter in der Adresse, entsteht für jede Kombination eine eigene Adresse [10]. Crawler rufen dann oft sehr viele dieser Adressen ab, bevor sie merken, dass sie kaum Nutzen haben. Das belastet den Server, und für neue, wichtige Seiten bleibt weniger Kapazität [10].
Für Filteradressen, die nicht gecrawlt werden sollen, nennt Google mehrere Wege: eine disallow-Regel in der robots.txt, Filter hinter einem # in der Adresse, nofollow an jedem Link auf die gefilterte Seite oder einen Canonical-Link auf die ungefilterte Liste [10]. Die einzelnen Produktseiten und eine ungefilterte Übersicht sollten crawlbar bleiben. Langfristig wirken nofollow und Canonical laut Google schwächer als die robots.txt [10]. Mehr zu Shops steht unter SEO für Onlineshops.
Häufige Fehler
Viele Probleme entstehen, wenn interne Links auf eine andere als die gewünschte Adresse zeigen. Google empfiehlt, innerhalb der eigenen Website immer auf die kanonische Adresse zu verlinken und nicht auf doppelte Varianten, weil eine einheitliche Verlinkung Google hilft, deine Wahl zu erkennen [7]. Zeigen interne Links nach einem Umbau noch auf alte, weitergeleitete Adressen, ersetzt du sie durch das neue Ziel, siehe Weiterleitungen und SEO: 301, 302 und 410.
- nofollow für interne Steuerung: Soll Google eine eigene Seite nicht abrufen, verweist Google für Links innerhalb der Website auf die disallow-Regel der robots.txt [8]. Mehr dazu unter robots.txt richtig schreiben.
- Falsche relative Links: Ein falsch gesetztes ../ kann endlose, fehlerhafte Pfade erzeugen, wenn der Server für nicht vorhandene Seiten den falschen Statuscode liefert. Google empfiehlt in solchen Fällen Pfade, die vom Stammverzeichnis ausgehen, also mit / beginnen [9].
- Endlose Kalender: Kalender, die immer weitere Monate verlinken, erzeugen unendlich viele Adressen. Google rät, Links zu zukünftigen Kalenderseiten mit nofollow zu versehen [9].
- Gleiche Linktexte für verschiedene Ziele: Zeigen zwei Links mit demselben Text auf zwei verschiedene Seiten, weiß der Leser nicht, welcher Link wohin führt.
Welche Werte das rel-Attribut haben kann und wofür sponsored und ugc gedacht sind, erklärt nofollow, sponsored und ugc richtig einsetzen. Die übrigen Elemente einer Seite fasst Onpage-Optimierung: die Pflichtelemente zusammen.
- Organisation Best Practices für Links. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Informationen zu Sitemaps. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Leitfaden zu den Rankingsystemen der Google Suche. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Titellinks in den Suchergebnissen beeinflussen. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Strukturierte Daten für Navigationspfade (BreadcrumbList). Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Bericht "Links". Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Kanonische URL festlegen. Google Search Central. Stand 15.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Ausgehende Links für Google kennzeichnen. Google Search Central. Stand 08.03.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Best Practices für die URL-Struktur für die Google Suche. Google Search Central. Stand 26.10.2026. abgerufen am 29.10.2026
- Organisation Crawling von URLs mit Facettennavigation verwalten. Google Search Central. Stand 06.03.2026. abgerufen am 29.10.2026
Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.
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