Technisches SEORatgeber

Seite wird nicht indexiert: Ursachen finden und beheben

Ob und warum eine Seite nicht im Google-Index steht, zeigen das URL-Prüftool und der Bericht zur Seitenindexierung in der Search Console. Häufige Ursachen sind eine noindex-Angabe, eine Sperre in der robots.txt, Serverfehler, Duplikate oder eine Seite, die Google gecrawlt, aber nicht aufgenommen hat. Eine Aufnahme garantiert Google auch bei fehlerfreien Seiten nicht.

Eine Archivarin in den Vierzigern stellt einen Band in ein langes Holzregal eines ruhigen Archivraums
Bild: KI-generiert

Eine neue Seite ist online, taucht aber in der Google Suche nicht auf. Die Gründe reichen von einer vergessenen noindex-Angabe bis zu einem Server, der beim Abruf Fehler meldet. Der Bericht zur Seitenindexierung in der Search Console nennt für nicht indexierte Adressen einen Grund [2]. Viele dieser Gründe lassen sich gezielt beheben, manche Meldungen beschreiben einen gewollten Zustand und brauchen keine Korrektur.

Wie eine Seite in den Index kommt

Google arbeitet in drei Phasen: Crawling, Indexierung und Bereitstellung der Suchergebnisse. Nicht jede Seite durchläuft alle drei [1]. Neue Adressen findet Google über Links von bereits bekannten Seiten und über eingereichte Sitemaps; ein zentrales Verzeichnis aller Webseiten gibt es nicht [1]. Das Programm, das die Seiten abruft, heißt Googlebot. Google rendert die Seiten dabei mit einer aktuellen Chrome-Version und führt JavaScript aus [1]. Beim Crawling scheitert Google typischerweise an Problemen mit dem Server oder dem Netzwerk oder an Regeln in der robots.txt, die den Zugriff blockieren [1].

Beim Indexieren analysiert Google Text, Tags wie <title>, Bilder und Videos und wählt bei ähnlichen Seiten eine kanonische Seite aus, die in den Ergebnissen erscheinen kann [1]. Als Gründe, warum eine Seite nicht indexiert wird, nennt Google eine geringe Qualität des Inhalts, robots-Meta-Regeln und ein Website-Design, das die Indexierung erschwert [1]. Google schreibt dazu: "Google garantiert nicht, dass deine Seite gecrawlt, indexiert oder bereitgestellt wird", auch wenn sie den Grundlagen der Google Suche entspricht [1].

Zuerst den Status der Adresse prüfen

Ob eine bestimmte Seite im Index steht, zeigt das URL-Prüftool der Search Console. Seine Angaben beziehen sich auf die zuletzt indexierte Version der Seite, nicht auf die Live-Version im Web [3]. Die wichtigsten Felder im Überblick [3]:

FeldWas es zeigt
Crawling erlaubt?ob eine Regel in der robots.txt das Crawlen verhindert
Seitenabrufob Google die Seite abrufen konnte
Indexierung erlaubt?ob ein noindex-Tag oder ein entsprechender Header die Indexierung verbietet
Vom Nutzer angegebene kanonische URLdeine Angabe per Canonical-Tag, HTTP-Header oder Sitemap
Von Google ausgewählte kanonische URLdie Adresse, die Google gewählt hat, auch wenn sie von deiner abweicht
Verweisende Seiteeine Seite, über die Google die Adresse vielleicht gefunden hat
SitemapsSitemaps mit dieser Adresse, sofern sie im Sitemaps-Bericht eingereicht wurden oder in der robots.txt stehen

Ein Detail führt leicht in die Irre: Ist die Seite per robots.txt blockiert, steht bei "Indexierung erlaubt?" immer "Ja", weil Google eine noindex-Angabe dann gar nicht sehen kann [3]. Der Live-Test ruft die Seite in Echtzeit ab. Ein gültiges Ergebnis bedeutet aber nicht, dass die Seite indexiert wird [3]. Die Einrichtung der Search Console beschreibt Google Search Console einrichten und nutzen.

Die Meldungen im Bericht zur Seitenindexierung

Der Bericht zur Seitenindexierung zeigt, welche Adressen Google kennt, welche davon im Index stehen und warum die übrigen fehlen [2]. Eine Abdeckung von 100 Prozent ist laut Google nicht das Ziel: "Das Ziel ist es, dass von jeder wichtigen Seite jeweils die kanonische Version indexiert wird." Doppelte oder alternative Seiten sollen nicht indexiert sein [2]. Die häufigsten Gründe mit den Empfehlungen aus der Search-Console-Hilfe [2]:

MeldungBedeutungWas du tun kannst
URL als "noindex" markiertdie Seite trägt eine noindex-Angabenichts, wenn gewollt; sonst Tag oder Header entfernen
URL wird von der robots.txt-Datei blockiertGoogle darf die Seite nicht crawlenSperre prüfen; die Seite kann trotzdem auf anderem Weg indexiert werden
Nicht gefunden (404)die Adresse liefert einen 404-Fehlerbei gelöschten Seiten in Ordnung, bei umgezogenen Seiten eine 301-Weiterleitung einrichten
Soft 404-Fehlerdie Seite meldet "nicht gefunden", sendet aber keinen 404-Codeechten Fehlerseiten einen 404-Code geben, sonst Inhalt ergänzen
Serverfehler (5xx)der Server meldete beim Abruf einen FehlerVerfügbarkeit und Serverkonfiguration prüfen
Wegen nicht autorisierter Anforderung (401) blockiertGooglebot braucht eine AnmeldungAnmeldung entfernen oder den verifizierten Googlebot zulassen
Wegen Zugriffsverbot (403) blockiertder Server verweigert den Zugriffnicht angemeldeten Zugriff oder den verifizierten Googlebot zulassen
Weiterleitungsfehlerzu lange Kette, Schleife, zu lange oder ungültige AdresseWeiterleitung mit einem Debugging-Tool wie Lighthouse prüfen
Seite mit Weiterleitungdie nicht kanonische Adresse leitet weiter und wird nicht indexiert; das Ziel kann je nach Bewertung durch Google indexiert werdenkeine Maßnahme nötig, wenn die Weiterleitung gewollt ist
Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tagdie Seite verweist korrekt auf die kanonische Versionnichts

Der Bericht listet höchstens 1.000 Beispieladressen je Grund und lässt sich nicht nach einer einzelnen Adresse durchsuchen [2]. Für 404-Fehler zeigt er nur Fälle aus dem letzten Monat [2].

Gecrawlt oder gefunden, aber nicht indexiert

Zwei Meldungen sorgen besonders oft für Fragen, weil sie keinen technischen Fehler nennen. Bei "Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert" hat Google die Seite abgerufen, aber nicht aufgenommen. Laut Hilfe könnte sie in Zukunft noch indexiert werden, und du musst die Adresse nicht erneut zum Crawling einreichen [2]. Eine Ursache nennt die Hilfe für diese Meldung nicht [2]. Wie du wichtige Seiten besser in deine Website einbindest, erklärt Interne Verlinkung planen.

Bei "Gefunden, zurzeit nicht indexiert" kennt Google die Adresse, hat sie aber noch nicht gecrawlt. Normalerweise wollte Google die Adresse crawlen, das hätte die Website aber laut Hilfe überlastet, deshalb hat Google das Crawling neu geplant [2]. Im Bericht ist das Datum des letzten Crawlings in diesem Fall leer [2]. Eine Handlungsempfehlung enthält die Hilfe für diese Meldung nicht [2].

Technische Sperren aufheben

Am schnellsten zu beheben sind Sperren, die du selbst gesetzt hast. Eine noindex-Angabe steht entweder als Meta-Tag im <head> oder als HTTP-Header X-Robots-Tag, der auch für PDF-Dateien und Bilder funktioniert [4]. In Redaktionssystemen wie WordPress, Wix oder Blogger fehlt oft der direkte Zugriff auf den HTML-Code; dort gibt es meist eigene Einstellungen für Suchmaschinen [4]. Was bei WordPress zu beachten ist, beschreibt SEO für WordPress.

Bei einer Sperre durch die robots.txt kommt es auf das Ziel an. Soll die Seite in den Index, entfernst du die Regel. Soll sie draußen bleiben, reicht die Sperre allein nicht: Google kann eine gesperrte Seite trotzdem indexieren, wenn andere Seiten auf sie verlinken [5]. Dann brauchst du noindex, und die Sperre muss weg, damit Google die Angabe lesen kann [4]. Den Aufbau der Datei erklärt robots.txt richtig schreiben.

Serverfehler wirken sich mit Verzögerung aus. Bei 5xx-Fehlern und dem Code 429 verlangsamt Google das Crawling. Bereits indexierte Adressen bleiben zunächst im Index, werden bei anhaltenden Fehlern aber schließlich entfernt [6]. Die Codes 404 und 410 behandelt Google gleich: Indexierte Adressen werden aus dem Index entfernt [6]. Ist eine Seite nur umgezogen, gehört auf die alte Adresse eine dauerhafte Weiterleitung, wie in Weiterleitungen und SEO: 301, 302 und 410 beschrieben. Woran es liegen kann, wenn eine Website gar nicht antwortet, steht auf domain-root.de unter Website nicht erreichbar: Fehlersuche Schritt für Schritt.

Ein Soft 404 entsteht, wenn eine Seite mit einem 2xx-Code antwortet, ihr Inhalt aber wie eine Fehlermeldung, eine leere Seite oder ein Fehler aussieht [6]. Gibt es die Seite wirklich nicht mehr, empfiehlt die Search-Console-Hilfe einen echten 404-Code [2]; soll sie bleiben, braucht sie Inhalt.

Duplikate und die kanonische Seite

Viele nicht indexierte Adressen sind Duplikate. "Duplikat, vom Nutzer nicht als kanonisch festgelegt" heißt: Die Seite gleicht einer anderen, nennt aber keine kanonische Adresse, und Google hat die andere Seite gewählt. Passt diese Wahl, musst du laut Hilfe nichts tun [2]. Bei "Duplikat, Google hat eine andere Seite als der Nutzer als kanonische Seite bestimmt" hat Google deine Angabe nicht übernommen. Im URL-Prüftool siehst du beide Adressen nebeneinander [2]. Eine Garantie, dass Google die bevorzugte Adresse auswählt, gibt es laut Hilfe nicht [3]. Wie du die bevorzugte Adresse festlegst, erklärt Canonical-Tag: doppelte Inhalte steuern.

Nach der Korrektur: Indexierung beantragen

Für eine einzelne Seite kannst du im URL-Prüftool die Indexierung beantragen. Das dauert laut Hilfe normalerweise nur einen Tag, in manchen Fällen länger [3]. Für Anfragen gilt ein tägliches Limit, und eine Anfrage garantiert nicht, dass die Seite im Index erscheint [3]. Google crawlt Seiten auch von selbst neu. Ein neues Crawling solltest du laut Hilfe nur anfordern, wenn Google eine wichtige Änderung längere Zeit nicht bemerkt hat, eine Woche oder länger [2].

Hast du einen Fehler auf vielen Seiten behoben, startest du im Bericht zur Seitenindexierung die Überprüfung der Fehlerbehebung. Sie dauert laut Hilfe in der Regel etwa zwei Wochen, manchmal aber auch um einiges länger [2]. Für große Mengen neuer Seiten ist eine aktuelle Sitemap der bessere Weg, siehe XML-Sitemap erstellen und einreichen.

  1. Organisation Umfassender Leitfaden zur Funktionsweise der Google Suche. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation URL-Prüftool. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Aufnahme in den Suchindex mithilfe von noindex blockieren. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation Einführung zu robots.txt-Dateien. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation Auswirkungen von HTTP-Statuscodes auf die Crawler von Google. Google for Developers. Stand 06.03.2026. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.