SEO-Tools im ÜberblickRatgeber

Google Search Console einrichten und die wichtigsten Berichte nutzen

Die Google Search Console ist ein kostenloses Werkzeug von Google, das zeigt, wie Google eine Website crawlt, indexiert und in der Suche anzeigt. Zum Einrichten legst du eine Domain- oder URL-Präfix-Property an und bestätigst die Inhaberschaft, bei Domain-Properties nur über einen DNS-Eintrag. Danach liefern Leistungsbericht, Seitenindexierung und URL-Prüfung die wichtigsten Daten.

Eine Frau in den Dreißigern sitzt am Holztisch am Fenster und betrachtet ausgedruckte Liniendiagramme, daneben ein zugeklappter Laptop
Bild: KI-generiert

Die Search Console ist das Werkzeug, mit dem Google Websitebetreibern Einblick in die eigene Suche gibt. Google beschreibt sie als kostenlosen Dienst [12], der zeigt, wie Google eine Website crawlt, indexiert und in der Suche bereitstellt [1]. Sie zeigt, bei welchen Suchanfragen deine Seiten erscheinen, welche Adressen im Index fehlen und ob Google ein Problem mit der Website gemeldet hat. Für Bing gibt es ein vergleichbares Angebot, die Bing Webmaster Tools.

Property anlegen: Domain oder URL-Präfix

Eine Website heißt in der Search Console Property. Google bietet zwei Arten an [2]. Eine Domain-Property wie beispiel.de umfasst die Domain mit allen Subdomains, allen Protokollen und allen Pfaden. Eine URL-Präfix-Property wie https://beispiel.de/haustiere/ erfasst nur Adressen, die genau mit diesem Präfix beginnen, einschließlich Protokoll; http-Adressen und Subdomains gehören dann nicht dazu [2].

Bei einer Domain-Property gibst du weder Protokoll noch Pfad an und lässt auch "www" weg, das automatisch mit abgedeckt ist [2]. Ein Konto kann bis zu 1.000 Properties umfassen [2]. Die Daten sammelt Google laut Hilfe bereits ab dem Moment, in dem du die Property hinzufügst, also schon vor der Bestätigung [2]. Bleiben die Daten nach einigen Tagen aus, ist oft die Adresse falsch, zum Beispiel http statt https bei einer URL-Präfix-Property [2].

Zwei Sonderfälle nennt die Hilfe ausdrücklich. Öffentliche Suffixe wie .co.uk kannst du nicht als Domain-Property bestätigen [2]. Und eine Property, die du aus deinem Konto entfernt hast, kannst du später wieder hinzufügen, solange sie noch einen bestätigten Inhaber hat [2]. Neben einer Domain-Property kannst du zusätzlich URL-Präfix-Properties für einzelne Bereiche anlegen, etwa für einen Blog unter /blog/, und dessen Daten getrennt ansehen.

Property-ArtUmfangBestätigung
Domainalle Subdomains, Protokolle und Pfadenur per DNS-Eintrag
URL-Präfixnur Adressen mit genau diesem AnfangHTML-Datei, HTML-Tag, Google Analytics, Tag Manager oder DNS

Inhaberschaft bestätigen

Bevor du alle Daten sehen kannst, musst du nachweisen, dass dir die Website gehört [1]. Für eine Domain-Property gibt es dafür nur einen Weg: einen TXT- oder CNAME-Eintrag beim Domainanbieter. Google nennt das "Komplizierter, aber die einzige Möglichkeit, eine Domain-Property zu bestätigen." [3] Bei manuell angelegten Einträgen kann es laut Hilfe bis zu zwei oder drei Tage dauern, bis die Bestätigung durchgeht [3]. Wie ein TXT-Eintrag aufgebaut ist, erklärt die Hauptseite unter DNS-Einträge im Überblick.

Für URL-Präfix-Properties stehen weitere Methoden bereit [3]:

  • eine HTML-Datei von Google im Stammverzeichnis, ohne Anmeldung abrufbar und unverändert,
  • ein Meta-Tag "google-site-verification" im <head> der Startseite,
  • der vorhandene Code von Google Analytics im <head> der Startseite, wenn du Bearbeitungsrechte im Analytics-Konto hast,
  • das <noscript>-Element eines Google-Tag-Manager-Containers direkt nach dem öffnenden <body>-Tag.

Die Bestätigung gilt, solange die Search Console den Nachweis findet. Sie prüft das regelmäßig, meldet einen Fehlschlag und lässt die Berechtigungen nach einer Kulanzzeit ablaufen [3]. Wer die Bestätigungsdatei löscht, verliert die Bestätigung; den DNS-Eintrag sollst du auch nach erfolgreicher Prüfung stehen lassen [3]. Verliert der letzte bestätigte Inhaber den Zugriff, verlieren auch alle Nutzer, die er eingeladen hat, den Zugang zur Property [3].

Die ersten Schritte nach der Einrichtung

Google schlägt für den Start vier Schritte vor: Inhaberschaft bestätigen, im Bericht zur Indexierung prüfen, ob Seiten fehlen, optional eine Sitemap einreichen und dann die Leistung in der Suche beobachten [1]. Die Sitemap trägst du im Sitemaps-Bericht unter "Neue Sitemap hinzufügen" ein; dafür brauchst du Inhaberrechte [8]. Was in die Datei gehört, steht unter XML-Sitemap erstellen und einreichen.

Im Sitemaps-Bericht siehst du danach für jede Datei den Typ, das Datum der Einreichung, den letzten Abruf, den Status und die Zahl der erkannten Seiten [8]. Erkannt heißt nur, dass Google die Adressen aus der Datei gelesen hat; gecrawlt oder indexiert sind sie damit noch nicht [8]. Schlägt der Abruf fehl, versucht Google es laut Hilfe einige Tage lang erneut. Danach solltest du den Fehler beheben und die Sitemap neu einreichen [8].

Täglich musst du nicht hineinschauen. Google empfiehlt, etwa einmal im Monat zu prüfen, ob die Daten stabil sind, und zusätzlich nach Änderungen an den Inhalten der Website [1]. Findet Google ein Problem, bekommst du eine E-Mail von der Search Console [1].

Der Leistungsbericht

Der Leistungsbericht zeigt, wie Nutzer deine Seiten in der Google-Suche sehen und anklicken. Er arbeitet mit vier Werten [4]:

  • Klicks: wie oft Nutzer in den Suchergebnissen auf deine Website geklickt haben,
  • Impressionen: wie oft deine Website in den Suchergebnissen erschienen ist,
  • Klickrate (CTR): Klicks geteilt durch Impressionen,
  • durchschnittliche Position: die mittlere Position des höchsten Ergebnisses deiner Website.

Aufschlüsseln lassen sich die Werte nach Suchanfragen, Seiten, Ländern, Geräten, Darstellung in der Suche und Datum. Über den Filter "Suchtyp" trennst du Web, Bilder, Video und Nachrichten [4]. Standardmäßig zeigt der Bericht die letzten drei Monate [4]. Mit der neuen Search Console führte Google 2018 einen Leistungsbericht mit Daten der letzten 16 Monate ein, damit sich längerfristige Trends und Vorjahre vergleichen lassen [5]. Im Datumsfilter bietet die Search Console laut Google weiterhin die Auswahl "Letzte 16 Monate" [13]. Die neuesten Daten können vorläufig sein und sich in den folgenden Stunden noch ändern [4].

Ein praktischer Einstieg: Filtere nach einer Seite und sieh dir die Suchanfragen an. Viele Impressionen bei wenigen Klicks können ein Hinweis darauf sein, dass Titel und Beschreibung nicht zur Suche passen. Wie du sie überarbeitest, erklärt Title-Tag und Meta Description.

URL-Prüfung und Indexierung

Das URL-Prüftool zeigt für eine einzelne Adresse, was Google beim letzten Crawling über sie gespeichert hat. Es ist kein Live-Abbild der Seite [6]. Mit dem Live-Test rufst du die Adresse in Echtzeit ab; laut Google deckt der Live-Test aber nicht alle möglichen Indexierungsbedingungen ab [6]. Das Tool zeigt auch, welche kanonische URL du angegeben hast und welche Google ausgewählt hat. Beide können sich unterscheiden [6].

Über "Indexierung beantragen" bittest du Google, eine Adresse neu zu crawlen. Für diese Anfragen gilt ein Tageslimit, und eine Anfrage garantiert nicht, dass die Seite im Index erscheint [6]. Für viele Adressen verweist Google auf die Sitemap [6].

Den Überblick über die ganze Website gibt der Bericht zur Seitenindexierung. Er teilt die Adressen in indexiert und nicht indexiert und nennt für jede nicht indexierte Adresse einen Grund, etwa "Gecrawlt: zurzeit nicht indexiert", "Seite mit Weiterleitung" oder "Duplikat: vom Nutzer nicht als kanonisch festgelegt" [7]. Google schreibt dazu, du solltest nicht erwarten, dass alle URLs deiner Website indexiert werden; wichtig ist, dass die kanonischen Versionen der wichtigen Seiten im Index sind [7]. Hast du ein Problem behoben, kannst du über "Fehlerbehebung überprüfen" eine Prüfung anstoßen, die laut Google in der Regel etwa zwei Wochen dauert [7]. Was hinter den einzelnen Meldungen steckt, steht unter Seite wird nicht indexiert: Ursachen finden.

Weitere Berichte

Google ordnet weitere Berichte bestimmten Aufgaben zu [1]. Im Bericht zu manuellen Maßnahmen siehst du, ob ein Mitarbeiter von Google gegen die Website eine Maßnahme verhängt hat. Mit dem Tool zum Entfernen blendest du Seiten vorübergehend aus, laut Google für etwa sechs Monate. Das Tool zur Adressänderung brauchst du beim Umzug auf eine neue Domain, und die Statusberichte zu Rich-Suchergebnissen zeigen Fehler in strukturierten Daten. Der Bericht "Sicherheitsprobleme" meldet gehackte Inhalte, und der Core-Web-Vitals-Bericht beruht auf Daten echter Nutzer [1]. Was hinter diesen Werten steht, erklärt Core Web Vitals: LCP, INP und CLS verbessern.

Search Console und Bing

Wer die Search Console eingerichtet hat, spart sich bei Bing einen Teil der Arbeit. Die Bing Webmaster Tools können bestätigte Websites und ihre Sitemaps aus der Search Console übernehmen, ohne dass du die Inhaberschaft noch einmal nachweisen musst [11]. Bis zu 100 Websites lassen sich auf einmal übernehmen [11]. Bing prüft die Inhaberschaft danach regelmäßig über die Verbindung zur Search Console. Entziehst du Bing den Zugriff, musst du die Website neu verbinden oder auf anderem Weg bestätigen [11]. Die einzelnen Schritte stehen unter Bing Webmaster Tools einrichten.

Daten exportieren und länger speichern

Aus den meisten Berichten kannst du die Daten herunterladen. Dieser Export ist auf 1.000 Datenzeilen beschränkt [9]. Mehr liefert die Search Console API mit 50.000 Datenzeilen pro Tag und Suchtyp; sie ist nur für die Leistungsberichte verfügbar und richtet sich an Programmierer [9]. Der Bulk-Datenexport stellt alle in der Search Console verfügbaren Leistungsdaten ohne dieses Limit in BigQuery bereit. Dafür brauchst du ein Google-Cloud-Konto und Kenntnisse in BigQuery [9]. Ausgenommen sind anonymisierte Suchanfragen [10].

Wer Daten über die 16 Monate hinaus vergleichen will, muss sie also selbst sichern, per API, per Bulk-Export oder mit einem Werkzeug, das die Daten abholt und speichert. Ein solches Werkzeug ist Search-Console.PRO; es stammt von SEO NW, dem Betreiber dieser Website.

  1. Organisation Erste Schritte mit der Search Console. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Website- oder Plattform-Property zur Search Console hinzufügen. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Meine Website-Inhaberschaft bestätigen. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse): Übersicht und grundlegende Einrichtung. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation Einführung der neuen Search Console. Google Search Central Blog. Stand 08.01.2018. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation URL-Prüftool. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  7. Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  8. Organisation Sitemaps mithilfe des Sitemaps-Berichts verwalten. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  9. Organisation Daten exportieren. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  10. Organisation Bulk-Export von Search Console-Daten nach BigQuery. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  11. Organisation Easily Verify Your Site in Bing Webmaster Tools by Importing from Google Search Console. Bing Webmaster Blog, Microsoft. Stand Juni 2025. abgerufen am 29.10.2026
  12. Organisation Informationen zur Search Console. Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  13. Organisation Fehlerbehebung bei Rückgang der Zugriffe über die Google Suche. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.