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Search-Console.PRO: Search-Console-Daten über 16 Monate hinaus speichern

Die Google Search Console speichert Leistungsdaten für 16 Monate, ältere Werte verschwinden. Search-Console.PRO ist ein Werkzeug von SEO NW, dem Betreiber dieser Website, das die Daten über die Schnittstelle von Google abholt und in den bezahlten Plänen ohne zeitliche Grenze speichert. Google selbst bietet dafür den Bulk-Export nach BigQuery an.

Ein hoher Archivschrank aus Holz mit vielen kleinen Schubladen, eine ist geöffnet und zeigt gestapelte leere Karteikarten
Bild: KI-generiert

Search-Console.PRO holt Daten aus der Google Search Console und speichert sie, in den bezahlten Plänen ohne zeitliche Grenze, im kostenlosen Plan mit zwölf Monaten Verlauf [1]. Dazu kommen Auswertungen, ein eigener Kennwert für die Sichtbarkeit, Massenprüfungen von Adressen und ein Crawler für die eigene Website [1]. Die Daten liegen nach Angabe des Anbieters auf Servern in Deutschland [1]. Die Grundlage bleibt die Search Console selbst. Wie du sie einrichtest, erklärt Google Search Console einrichten und nutzen.

Warum Daten aus der Search Console verloren gehen

Die Search Console speichert die Daten der letzten 16 Monate [2]. Zur Einführung der neuen Search Console schrieb Google im Januar 2018, der neue Leistungsbericht enthalte Daten der letzten 16 Monate [3]. Was älter ist, zeigt die Oberfläche nicht mehr. Ein Vergleich über zwei Jahre oder der Blick auf die Saison vor zwei Jahren ist in der Search Console allein deshalb nicht möglich.

Die zweite Grenze betrifft den Export. Wer Daten direkt aus einem Bericht exportiert, erhält laut Google eine auf 1.000 Zeilen repräsentativer Beispiele gekürzte Tabelle [4]. Bei einer Website mit vielen Seiten und Suchanfragen fehlt damit ein großer Teil der Einzelwerte.

Was Google selbst anbietet

Google bietet einen täglichen Bulk-Export der Leistungsdaten nach BigQuery an, den Datenbankdienst von Google Cloud [5]. Mit dieser Funktion siehst du laut Google alle Leistungsdaten, die der Search Console für deine Property vorliegen, mit Ausnahme anonymisierter Suchanfragen [5]. Der erste Export erfolgt bis zu 48 Stunden nach der Einrichtung [6]. Verlaufsdaten aus der Zeit davor enthält er nicht; dafür verweist Google auf die Search Console API oder die Berichte [6]. Speicher- und Abfragenutzung über das kostenlose Kontingent hinaus stellt Google Cloud in Rechnung [6].

Für den Bulk-Export brauchst du ein Google-Cloud-Projekt mit eingerichteter Abrechnung [6]. Wer das nicht will, kann die Daten über die Search Console API regelmäßig selbst abholen oder ein Werkzeug nutzen, das genau das übernimmt. Search-Console.PRO ist eines davon. Je früher du mit dem Speichern beginnst, desto mehr Verlauf hast du später, denn alles, was älter als 16 Monate ist, liefert Google nicht mehr.

Die Search Console API als Grundlage

Wer Leistungsdaten selbst regelmäßig abholen will, nutzt dafür die Search Console API. Eine Abfrage der Leistungsdaten liefert standardmäßig 1.000 Zeilen, höchstens 25.000; für größere Mengen blätterst du mit einem Startwert durch die Ergebnisse [9]. Gruppieren lassen sich die Daten nach Suchanfrage, Seite, Land, Gerät, Darstellung in der Suche sowie nach Datum und Stunde [9]. Google weist darauf hin, dass nicht garantiert alle Datenzeilen zurückkommen, weil interne Begrenzungen der Search Console gelten [9].

Die neuesten Daten sind vorläufig. Fragt man aktuelle Daten mit ab, können einzelne Zeilen unvollständig sein, und Werte ab dem ersten unvollständigen Tag können sich noch deutlich ändern [9]. Ein Werkzeug, das täglich abgleicht, muss die letzten Tage deshalb später noch einmal abholen, sonst bleiben vorläufige Zahlen stehen. Diese Folgerung ziehen wir aus der Dokumentation von Google.

Auch die Prüfung einzelner Adressen ist begrenzt. Die URL Inspection API erlaubt je Website 2.000 Abfragen am Tag und 600 in der Minute [10]. Die 2.000 Prüfungen am Tag, die Search-Console.PRO nennt, entsprechen damit der Grenze, die Google je Website setzt.

Wie Search-Console.PRO die Daten speichert

Du verbindest dein Google-Konto per OAuth 2.0 [1]. Laut Anbieter speichert das Werkzeug dabei keine Zugangsdaten zu Google [1]. Ein erster Import holt die bei Google verfügbaren 16 Monate auf einmal, danach kommen neue Daten über einen nächtlichen Abgleich hinzu [1]. Die Daten bleiben laut Anbieter auch dann gespeichert, wenn Google sie löscht [1].

Exporte sind bis 25.000 Zeilen möglich, gegenüber 1.000 Zeilen beim Export aus der Search Console [1, 4]. Für Berichte gibt es PDF- und Excel-Dateien, Berichte mit eigenem Logo (White-Label) gibt es ab dem Agency-Plan, ebenso eine REST-API für eigene Auswertungen [1].

Auswertungen und der SCI

Aus den gespeicherten Daten berechnet das Werkzeug mehrere Auswertungen [1]:

  • Quick Wins: Suchanfragen, bei denen eine Seite auf Position 5 bis 20 steht
  • Content Decay: Seiten, deren Rankings absacken
  • Keyword-Chancen: Anfragen mit guter Position, aber niedriger Klickrate
  • Kannibalisierung: mehrere eigene Seiten, die bei derselben Suchanfrage erscheinen

Die Erläuterungen in der Liste sind unsere Kurzfassung der Begriffe, die genauen Regeln legt das Werkzeug fest. Dazu kommt der Search Console Index, kurz SCI. Das ist ein eigener Kennwert von 0 bis 100 aus sechs gewichteten Faktoren: Impressionen 25 Prozent, Klicks 25 Prozent, Position 20 Prozent, Klickrate 15 Prozent, Keyword-Vielfalt 10 Prozent und Trend 5 Prozent [1]. Der SCI ist eine Berechnung des Werkzeugs aus deinen eigenen Search-Console-Daten und keine Kennzahl von Google. Was ein Sichtbarkeitsindex bei Anbietern wie Sistrix misst, erklärt das Glossar.

Fünf Arten von Warnungen melden Einbrüche bei Traffic, Impressionen, Rankings und SCI sowie Probleme bei der Indexierung, sofort oder als tägliche Zusammenfassung [1].

Adressen prüfen und zur Indexierung einreichen

Search-Console.PRO prüft bis zu 2.000 Adressen am Tag über die URL Inspection API von Google und reicht je nach Plan bis zu 50 oder 200 Adressen am Tag zur Indexierung ein; dafür nutzt es die Indexing API von Google [1]. Adressen lassen sich aus einer Sitemap in eine Warteschlange übernehmen [1].

Für die Indexing API nennt Google eine Bedingung: Mit ihr können nur Seiten gecrawlt werden, die strukturierte Daten vom Typ JobPosting oder BroadcastEvent eingebettet in ein VideoObject enthalten [7]. Alle Einreichungen über die Schnittstelle unterliegen laut Google einer strengen Spamerkennung, und Missbrauch kann zum Widerruf des Zugriffs führen [7]. Auch für Anfragen im URL-Prüftool der Search Console gilt: Eine eingereichte Anfrage garantiert nicht, dass die Seite im Google-Index erscheint, und die Zahl der Anfragen pro Tag ist begrenzt [8]. Mögliche Ursachen, wenn eine Seite nicht im Index landet, sammelt Seite wird nicht indexiert: Ursachen finden.

Der Onpage-Crawler

Für die eigene Website hat das Werkzeug einen Crawler mit mehr als 80 Prüfungen in sechs Bereichen, der bis zu 150.000 Seiten abruft; wie viele Crawls im Monat möglich sind, hängt vom Plan ab [1]. Dazu gehören eine Ladezeitprüfung und Prüfungen für JSON-LD und llms.txt [1]. Für eine einzelne, sehr tiefe technische Prüfung gibt es Desktop-Crawler wie den Screaming Frog SEO Spider. Die Ladezeit misst auch PageSpeed.de, ein weiteres Werkzeug von SEO NW.

Daten ohne Zusatzwerkzeug sichern

Du kannst Search-Console-Daten auch selbst aufbewahren. Die drei Wege unterscheiden sich vor allem im Aufwand. Die Einschätzung zum Aufwand ist unsere eigene, die Grenzen stammen von Google.

  • Export aus dem Leistungsbericht: einfach und ohne Technik, aber auf 1.000 Zeilen repräsentativer Beispiele gekürzt [4]. Für kleine Websites mit wenigen Seiten kann das reichen, wenn du zum Beispiel jeden Monat einen Export ablegst.
  • Search Console API: bis 25.000 Zeilen je Abfrage und Blättern durch größere Mengen [9]. Du brauchst dafür ein eigenes Skript oder eine Tabellenanbindung, die regelmäßig läuft.
  • Bulk-Export nach BigQuery: täglicher Export der Leistungsdaten ab der Einrichtung, ohne anonymisierte Suchanfragen, mit Google-Cloud-Projekt und Abrechnung [5, 6]. Für die Auswertung brauchst du Abfragen in BigQuery oder ein Berichtswerkzeug, das darauf zugreift.

Pläne und kostenloser Zugang

Alle Pläne lassen sich 14 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte, und sind monatlich kündbar [1]. Die Pläne unterscheiden sich unter anderem in der Zahl der Properties, also der Websites aus der Search Console. Ein kostenloser Plan mit einer Property, zwölf Monaten Datenhistorie und 50 Adressprüfungen am Tag steht Kunden von SEO NW und Teilnehmern des SEO Campings offen [1]. Kunden von SEO NW erhalten ihn dauerhaft, Teilnehmer des SEO Campings für das Jahr ihrer Teilnahme [1]. Die aktuellen Preise stehen auf der Website des Werkzeugs.

Für wen sich das Speichern lohnt

Die folgende Einordnung ist unsere eigene Einschätzung. Längere Datenreihen helfen vor allem, wenn du Jahresvergleiche brauchst, etwa bei saisonalem Geschäft, oder wenn du die Wirkung eines Relaunchs über mehr als ein Jahr verfolgen willst. Agenturen mit vielen Properties sparen Zeit, wenn alle Daten an einem Ort liegen. Wer die Search Console nur gelegentlich öffnet, kommt mit ihr allein meist aus.

Unsere Empfehlung: Steht ein Relaunch oder ein Domainwechsel an, sicherst du die Daten schon einige Monate vorher. Dann lässt sich später vergleichen, welche Seiten vor dem Umzug Klicks hatten und ob sie danach wieder dieselben Suchanfragen erreichen. Welche Schritte zu einem Umzug gehören, beschreibt Website-Relaunch ohne Rankingverlust. Für Berichte an Kunden oder Vorgesetzte hilft ein Verlauf über mehrere Jahre, weil sich einzelne Ausreißer dann besser von dauerhaften Veränderungen trennen lassen, etwa nach einem Google-Update.

Weil alle Zahlen aus der Search Console der eigenen Properties stammen [1], enthält das Werkzeug keine Werte zu fremden Websites, etwa zu Wettbewerbern. Dafür gibt es Suiten mit eigenen Keyword-Datenbanken, die Sistrix, Semrush, Ahrefs und Seobility im Vergleich vorstellt. Wer die Daten selbst in BigQuery sammeln will, braucht dafür kein Zusatzwerkzeug.

  1. Organisation Google Search Console auf dem nächsten Level. Search-Console.PRO (SEO NW – Alexander Müller). Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation GA4: Bericht "Abfragen". Google Analytics-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Einführung der neuen Search Console (John Mueller, Ofir Roval, Hillel Maoz). Google Search Central Blog. Stand 08.01.2018. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Daten direkt aus einem Search Console-Bericht exportieren. Search Console-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation Bulk-Export von Search Console-Daten nach BigQuery. Search Console-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation Neuen Bulk-Datenexport starten. Search Console-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  7. Organisation Kurzanleitung für die Indexing API. Google Search Central. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  8. Organisation URL-Prüftool. Search Console-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  9. Organisation Search Analytics: query. Google for Developers, Search Console API. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  10. Organisation Nutzungslimits. Google for Developers, Search Console API. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.