Inhalte und OnpageRatgeber

Onpage-Optimierung: die Pflichtelemente

Onpage-Optimierung umfasst alles, was du auf einer Seite selbst festlegst. Zu den Pflichtelementen gehören ein eigener, beschreibender Title, eine passende Meta Description, eine klare Hauptüberschrift mit gegliederten Zwischenüberschriften, eine lesbare Adresse, ein hilfreicher Text, beschriebene Bilder, interne Links und eine Seite, die Google crawlen und indexieren darf.

Eine Werkbank mit ordentlich aufgereihten Handwerkzeugen, Bleistift und Wasserwaage auf einem Holzbrett im warmen Licht
Bild: KI-generiert

Onpage-Optimierung meint alle Arbeiten an der Seite selbst: was im Kopf des HTML-Dokuments steht, wie der Text gegliedert ist, wie die Adresse lautet und wie Bilder und Links eingebunden sind. Google beschreibt in seinem Startleitfaden, welche dieser Elemente es auswertet und welche kaum eine Rolle spielen [1]. Für einige gibt es eigene Ratgeber, auf die die Abschnitte verweisen.

Die Elemente im Überblick

Die Tabelle fasst zusammen, was jede indexierbare Seite haben sollte. Die Spalte rechts nennt, was Google zum jeweiligen Element schreibt.

ElementWo es stehtWas Google dazu sagt
Titletitle-Element im Kopfeigener, beschreibender und knapper Titel je Seite [2]
Meta Descriptionmeta-Element im Kopfeigene Zusammenfassung je Seite, wird nur manchmal als Snippet gezeigt [3]
Hauptüberschrifth1 oder optisch hervorgehobener Titelhilft Google beim Erzeugen des Titellinks [2]
Zwischenüberschriftenh2 bis h6keine ideale Anzahl, Reihenfolge für das Ranking ohne Bedeutung [1]
AdresseURLlesbare Wörter, Bindestriche als Trennzeichen [4]
TextHauptinhalthilfreich, eigenständig, keine bevorzugte Wortzahl [5]
Bilderimg-Element mit altnah am passenden Text, mit beschreibendem Alt-Text [1]
Interne Linksa-Element mit hrefbeschreibender Linktext, jede wichtige Seite mindestens einmal verlinkt [6]

Title und Meta Description

Das title-Element ist eine der Quellen für den blauen Link im Suchergebnis. Google empfiehlt für jede Seite einen eigenen Titel, der aussagekräftig und knapp ist. Allgemeine Titel wie "Startseite" oder "Profil" helfen nicht weiter, wiederholte Schlüsselwörter können spamartig wirken [2]. Eine feste Längengrenze nennt Google nicht. Der Titellink wird gekürzt, wenn er nicht in die Breite des Geräts passt [2]. Der Titel sollte in derselben Sprache und Schrift geschrieben sein wie der Hauptinhalt der Seite [2]. Google kann den Titellink auch aus anderen Teilen der Seite bilden, etwa aus der Hauptüberschrift, aus og:title oder aus Linktexten anderer Seiten [2].

Die Meta Description sollte den Inhalt der Seite kurz und eigenständig zusammenfassen. Google verwendet sie nur, wenn sie die Seite genauer beschreibt als der sichtbare Text, und erzeugt das Snippet sonst aus dem Seiteninhalt, passend zur jeweiligen Suchanfrage [3]. Auch hier gibt es keine feste Zeichenzahl [3]. Willst du steuern, was im Snippet erscheint, gibt es drei Werkzeuge: Die Regel nosnippet im robots-Meta-Tag unterdrückt das Snippet ganz, max-snippet legt eine Höchstlänge fest, und das HTML-Attribut data-nosnippet nimmt einzelne Bereiche der Seite aus [3]. Wie du beide Angaben formulierst, erklärt Title-Tag und Meta Description.

Überschriften und Gliederung

Der Haupttitel einer Seite sollte sich vom übrigen Text abheben, etwa durch größere Schrift oder als erstes sichtbares h1-Element. Google nennt das als Hilfe für einen passenden Titellink [2]. Danach gliedern Zwischenüberschriften den Text. Google schreibt im Startleitfaden, dass es keine ideale Anzahl von Überschriften gibt und die semantische Reihenfolge für die Google Suche keine Rolle spielt [1]. Für Screenreader ist eine saubere Reihenfolge dagegen hilfreich [1].

Die Barrierefreiheitsinitiative des W3C empfiehlt, Überschriften nach ihrer Rangstufe zu verschachteln und keine Stufe zu überspringen, also nach einer h2 nicht direkt eine h4 folgen zu lassen. Hilfsmittel wie Screenreader nutzen Überschriften, um innerhalb einer Seite zu springen [7].

Die Adresse der Seite

Google empfiehlt Adressen aus lesbaren, beschreibenden Wörtern in der Sprache der Zielgruppe statt langer Nummern. Wörter trennst du mit Bindestrichen, weil Unterstriche keine eindeutigen Wortgrenzen markieren [4]. Adressen unterscheiden Groß- und Kleinschreibung, /Apfel und /apfel sind für Google zwei verschiedene Seiten. Eine einheitliche Schreibweise vermeidet doppelte Adressen [4]. Umlaute wie ü sollen in der Adresse prozentcodiert werden, also als gem%C3%BCse statt gemüse [4]. Parameter, die den Inhalt nicht verändern, etwa für Sortierung oder Herkunft eines Klicks, lässt du am besten ganz weg, und Sitzungskennungen gehören laut Google nicht in die Adresse, Cookies sind dafür meist die bessere Wahl [4].

Keywords in Domain oder Pfad haben laut Google kaum Gewicht für das Ranking. Sie können aber in den Navigationspfaden des Suchergebnisses erscheinen [1]. Eine Adresse wie /inhalte/onpage-optimierung/ sagt dem Leser vor dem Klick, was ihn erwartet. Ändere bestehende Adressen nur mit gutem Grund und immer mit Weiterleitung, siehe Weiterleitungen und SEO: 301, 302 und 410.

Der Text als Kern der Seite

Den größten Teil der Arbeit macht der Hauptinhalt aus. Google beschreibt als Ziel Inhalte, die für Menschen erstellt werden und ihnen helfen, und fragt etwa, ob eine Seite eigene Informationen, Recherchen oder Analysen bietet [5]. Eine bevorzugte Wortzahl hat Google nach eigener Aussage nicht [5]. Der Startleitfaden rät zu gut lesbaren Texten mit Absätzen und hilfreichen Überschriften und dazu, veraltete Inhalte zu aktualisieren oder zu entfernen [1].

Wiederholungen von Suchbegriffen helfen dabei nicht. Seiten, die mit Keywords gefüllt werden, um das Ranking zu beeinflussen, zählt Google zum Spam [8]. Welche Begriffe eine Seite abdecken sollte, klärst du vor dem Schreiben mit einer Keyword-Recherche. Wie du daraus einen Text machst, beschreibt SEO-Texte schreiben.

Bilder sollten scharf sein und in der Nähe von Text stehen, der zu ihnen passt. Der Alt-Text beschreibt das Bild kurz [1]. Google findet Bilder über das img-Element und indexiert keine CSS-Hintergrundbilder [9]. Dateinamen, Formate und Ladeverhalten behandelt Bilder für die Suche optimieren.

Links kann Google in der Regel nur crawlen, wenn sie als a-Element mit href-Attribut im HTML stehen [6]. Der Linktext sollte beschreiben, was auf der Zielseite steht. "Hier klicken" sagt weder Lesern noch Google etwas [6]. Jede Seite, die dir wichtig ist, sollte von mindestens einer anderen Seite deiner Website verlinkt sein [6]. Wie du diese Verbindungen planst, steht unter Interne Verlinkung planen.

Dieselben Elemente auf dem Smartphone

Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version einer Seite. Eine eigene mobile Fassung ist keine Pflicht, Google empfiehlt sie aber dringend und nennt responsives Webdesign als einfachsten Weg [12]. Daraus folgt für die Onpage-Elemente: Hauptinhalt und Überschriften sollten auf dem Smartphone dieselben sein wie auf dem Desktop. Das Layout darf sich unterscheiden, etwa durch aufklappbare Abschnitte oder Reiter [12].

Auch Titel, Meta Description und robots-Meta-Tags sollten in beiden Fassungen übereinstimmen. Bilder brauchen auf der mobilen Seite denselben Alt-Text, und strukturierte Daten sollten in beiden Versionen gleich sein [12]. Hauptinhalte, die erst nach einem Tippen oder Wischen geladen werden, sieht Google nicht [12]. Wer eine responsive Website betreibt, liefert ohnehin dasselbe HTML an alle Geräte aus. Bei getrennten mobilen Seiten lohnt es sich, die Elemente aus der Tabelle oben für beide Fassungen einzeln zu prüfen.

Indexierung und kanonische Adresse

Alle Arbeit an einer Seite nützt nichts, wenn Google sie nicht indexieren darf. Eine noindex-Regel im robots-Meta-Tag hält eine Seite aus den Suchergebnissen heraus. Google sieht diese Regel aber nur, wenn es die Seite crawlen darf. Sperrt die robots.txt die Seite, wird die noindex-Anweisung nicht gelesen [10]. Prüfe nach jedem Umbau, ob wichtige Seiten versehentlich ein noindex tragen. Ursachen und Meldungen der Search Console erklärt Seite wird nicht indexiert: Ursachen finden.

Gibt es denselben Inhalt unter mehreren Adressen, wählt Google eine kanonische Version. Ein rel="canonical"-Link ist dafür ein starkes Signal, und interne Links sollten immer auf die kanonische Adresse zeigen [11]. Ebenfalls ein starkes Signal ist eine Weiterleitung: Google sieht ihr Ziel dann als kanonische Seite an. Eine Sitemap ist dagegen nur ein schwaches Signal: Google entscheidet dann selbst anhand der Ähnlichkeit der Inhalte [11]. Details stehen unter Canonical-Tag: doppelte Inhalte steuern. Strukturierte Daten nach Schema.org gehören ebenfalls in den Quelltext der Seite, sind aber kein Pflichtelement. Sie behandelt Strukturierte Daten mit Schema.org.

Was du dir sparen kannst

Einige Angaben tauchen in alten Anleitungen noch auf, haben bei Google aber keine Wirkung. Das keywords-Meta-Tag verwendet die Google Suche nicht [1]. Auch die Länge eines Textes beeinflusst das Ranking für sich genommen nicht [1]. Eine bestimmte Zahl oder Reihenfolge der Überschriften erwartet Google ebenfalls nicht [1]. Die Domainendung spielt laut Google nur eine Rolle, wenn du dich gezielt an ein bestimmtes Land richtest, und ob du Inhalte in Subdomains oder Unterverzeichnissen ablegst, nennt Google eine Geschäftsentscheidung [1]. Die Abwägung dazu steht unter Subdomain oder Verzeichnis: was ist besser für SEO?. Zeit für diese Punkte steckst du besser in den Text, in Titel und Beschreibung und in die Links zwischen deinen Seiten.

Um viele Seiten auf einmal zu prüfen, etwa auf fehlende oder doppelte Titel, gibt es Crawler wie den Screaming Frog SEO Spider. Welche Seiten eine Website insgesamt erfüllen sollte, fasst die SEO-Checkliste zum Abhaken zusammen. Wie du bestehende Inhalte systematisch durchgehst und entscheidest, was überarbeitet, zusammengelegt oder gelöscht wird, beschreibt die Schwesterseite unter Content-Audit: bestehende Inhalte prüfen.

  1. Organisation Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Titellinks in den Suchergebnissen beeinflussen. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Snippets in den Suchergebnissen beeinflussen. Google Search Central. Stand 23.04.2026. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation Best Practices für die URL-Struktur für die Google Suche. Google Search Central. Stand 26.10.2026. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, bei denen die Nutzer im Vordergrund stehen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation Best Practices für Links. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
  7. Organisation Headings (Page Structure Tutorial). W3C Web Accessibility Initiative. Stand 04.05.2017. abgerufen am 29.10.2026
  8. Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 29.10.2026
  9. Organisation Best Practices für Bilder in der Google Suche. Google Search Central. Stand 04.03.2026. abgerufen am 29.10.2026
  10. Organisation Robots-Meta-Tags, data-nosnippet und X-Robots-Tag. Google Search Central. Stand 25.03.2026. abgerufen am 29.10.2026
  11. Organisation Kanonische URL festlegen. Google Search Central. Stand 15.07.2026. abgerufen am 29.10.2026
  12. Organisation Best Practices für die Mobile-First-Indexierung. Google Search Central. Stand 20.02.2026. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.