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Keyword-Recherche in fünf Schritten

Bei der Keyword-Recherche findest du heraus, mit welchen Worten Menschen nach deinem Thema suchen. Du sammelst Startbegriffe, erweiterst sie mit Werkzeugen wie der Search Console, der Autovervollständigung und dem Keyword-Planer, schätzt die Nachfrage ein, prüfst die Suchabsicht und ordnest jeder Begriffsgruppe genau eine Seite zu.

Ein Holztisch von oben mit Karteikarten in kleinen Stapeln, Buntstiften und einer Tasse Kaffee im Fensterlicht
Bild: KI-generiert

Eine Keyword-Recherche beantwortet zwei Fragen: Mit welchen Worten suchen die Menschen, die du erreichen willst, und welche Seite deiner Website soll für welche dieser Suchen erscheinen? Google rät, sich in die Leser hineinzuversetzen und zu überlegen, welche Begriffe sie verwenden. Wer sich auskennt, sucht oft mit anderen Worten als jemand, der neu im Thema ist [1]. Die fünf Schritte unten führen von einer ersten Liste bis zu einer Zuordnung, die du beim Schreiben und Überarbeiten verwenden kannst. Die wichtigsten Datenquellen stellt Google selbst bereit, teure Werkzeuge brauchst du für den Anfang nicht.

Was ein Keyword heute ist

Ein Keyword ist ein Suchbegriff oder eine ganze Suchanfrage, also das, was jemand ins Suchfeld tippt oder spricht. Google schreibt, dass sein Sprachabgleich viele Formulierungen versteht und es deshalb kein Problem ist, wenn eine Variante auf der Seite fehlt [1]. Ein Text muss also nicht jede Schreibweise enthalten. Die Recherche hilft trotzdem, weil sie zeigt, welche Fragen hinter einem Thema stecken und welche Seiten deiner Website fehlen.

Wiederholst du dagegen einen Begriff ständig, schadet das. Google zählt Seiten, die mit Keywords gefüllt werden, um das Ranking zu beeinflussen, zum Spam. Als Beispiele nennt Google Textblöcke mit Städten und Regionen, für die eine Seite gefunden werden will, und Wörter, die so oft vorkommen, dass der Text unnatürlich wirkt [2].

Schritt 1: Startbegriffe sammeln

Schreib zuerst auf, was du anbietest oder worüber du schreibst, und zwar in den Worten deiner Kunden. Fragen aus E-Mails, Telefonaten und Beratungsgesprächen sind dafür eine gute Quelle, weil sie die Sprache der Zielgruppe zeigen. Für eine Bäckerei wären das etwa Brot, Brötchen, Hochzeitstorte, Sauerteig und glutenfrei.

Hat deine Website schon Besucher aus der Suche, liefert die Google Search Console echte Daten. Ihr Leistungsbericht zeigt die Suchanfragen, über die deine Seiten in der Google Suche erschienen sind, mit Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittlicher Position [3]. Standardmäßig zeigt der Bericht die letzten drei Monate. Über den Filter für den Suchtyp siehst du getrennt, welche Suchanfragen zu Treffern in der Websuche, in der Bildersuche, bei Videos oder in den Nachrichten geführt haben [3]. Suchanfragen mit vielen Impressionen und wenigen Klicks zeigen, dass deine Seite dafür angezeigt, aber selten angeklickt wird. Prüfe bei solchen Begriffen, ob die Seite die Frage wirklich beantwortet. Wie du den Bericht einrichtest, erklärt Google Search Console einrichten und nutzen.

Schritt 2: Begriffe erweitern

Aus den Startbegriffen wird im zweiten Schritt eine längere Liste. Die einfachste Quelle ist die Autovervollständigung im Suchfeld. Ihre Vorschläge beruhen laut Google auf tatsächlichen Suchanfragen und berücksichtigen Sprache, Ort, die Beliebtheit einer Suchanfrage und bisherige Suchen [4]. Google betont aber, dass die Funktion nicht einfach die häufigsten Suchanfragen zu einem Thema zeigt [4]. Sie liefert also Ideen, keine Mengen.

Der Keyword-Planer von Google Ads schlägt zu einem Begriff oder einer Website weitere Keywords vor und zeigt Schätzungen, wie oft ein Keyword pro Monat gesucht wird [5]. Du brauchst dafür ein Google-Ads-Konto, und die Kontoeinrichtung samt Zahlungsinformationen muss abgeschlossen sein [5]. Bing bietet in seinen Webmaster Tools ebenfalls eine Keyword-Recherche an, die laut Microsoft im Trend liegende Keywords, verwandte Suchanfragen und Chancen bei längeren Suchanfragen zeigt [6]. Wie du die Bing Webmaster Tools einrichtest, steht unter Bing Webmaster Tools einrichten.

Achte beim Erweitern auf Begriffe, die Fachleute und Laien unterschiedlich verwenden. Im Betrieb heißt es vielleicht Anstellgut, während viele Hobbybäcker nach einem Sauerteigstarter suchen. Google rät ausdrücklich, solche Unterschiede in der Wortwahl zu bedenken [1]. Beide Begriffe gehören dann in dieselbe Gruppe, wenn dahinter dieselbe Frage steht.

Schritt 3: Nachfrage einschätzen

Nicht jeder gesammelte Begriff lohnt eine eigene Seite. Um die Nachfrage zu vergleichen, nutzt du Zahlen aus mehreren Quellen, die jeweils etwas anderes messen. Der Keyword-Planer liefert monatliche Schätzungen. Keywords mit sehr geringem Suchvolumen oder solche, die Google als sensibel einstuft, zeigt er nicht an [5]. Ein fehlender Wert heißt also nicht, dass niemand danach sucht. Die Prognosen des Planers für Klicks und Impressionen werden laut Google täglich aktualisiert und stützen sich auf die letzten 7 bis 10 Tage [5]. Sie sind für die Planung von Anzeigen gedacht und sagen nichts darüber, wie viele Besucher eine Seite über die normale Suche bekommt.

Google Trends zeigt keine absoluten Suchmengen. Jeder Wert wird durch die Gesamtzahl der Suchanfragen in Gebiet und Zeitraum geteilt und auf einer Skala von 0 bis 100 dargestellt [7]. Begriffe mit sehr wenigen Suchanfragen erscheinen als 0, und Google fügt den Daten ein statistisches Rauschen hinzu, das bei Begriffen mit geringem Interesse am stärksten auffällt [7]. Nicht mitgezählt werden unter anderem wiederholte Suchanfragen derselben Person innerhalb kurzer Zeit und Suchanfragen, die Google-Produkte selbst auslösen, etwa interne Suchen aus dem KI-Modus und aus den KI-Übersichten [7]. Trends eignet sich deshalb für Vergleiche zwischen zwei Begriffen und für saisonale Schwankungen, etwa bei Torten vor der Hochzeitssaison.

QuelleWas sie zeigtGrenze
Search Console, LeistungsberichtSuchanfragen, bei denen deine Seiten erschienen sind, mit Klicks und Impressionennur Begriffe, für die du schon sichtbar bist
AutovervollständigungVorschläge aus tatsächlichen Suchanfragenkeine Mengen, keine Rangfolge nach Häufigkeit
Keyword-Planermonatliche Schätzungen und neue IdeenKonto mit Zahlungsdaten nötig, sehr seltene und sensible Begriffe fehlen
Google Trendsrelative Nachfrage von 0 bis 100 im Zeitverlaufkeine absoluten Zahlen, Rauschen bei kleinen Begriffen

Kostenpflichtige Werkzeuge wie Sistrix, Semrush oder Ahrefs schätzen Suchvolumen und Konkurrenz mit eigenen Datenbanken. Was sie unterscheidet, beschreibt Sistrix, Semrush, Ahrefs und Seobility im Vergleich. Ihre Zahlen sind Schätzungen der jeweiligen Anbieter und können voneinander abweichen.

Schritt 4: Suchintention prüfen

Zwei Begriffe mit ähnlicher Nachfrage können völlig unterschiedliche Seiten verlangen. Wer "Sauerteig ansetzen" sucht, erwartet eine Anleitung, wer "Hochzeitstorte bestellen" eingibt, will ein Angebot sehen. Der schnellste Test ist ein Blick auf die erste Ergebnisseite: Stehen dort Anleitungen, Vergleiche, Shops oder lokale Einträge? Daran siehst du, welche Art von Inhalt Google für die Suche passend hält. Wie du die Absicht hinter einer Suche einordnest und die Seite danach ausrichtest, erklärt Suchintention erkennen und bedienen.

Schritt 5: Jedem Thema eine Seite zuordnen

Im letzten Schritt fasst du Begriffe mit gleicher Absicht zu Gruppen zusammen und gibst jeder Gruppe genau eine Seite. Das Ergebnis ist eine Tabelle, oft Keyword-Map genannt. Sie zeigt beim Schreiben, welche Fragen eine Seite beantworten muss, und verhindert, dass zwei eigene Seiten um dieselbe Suche konkurrieren. Für die Bäckerei könnte sie so aussehen:

SeiteHauptbegriffweitere Begriffe der Gruppe
/torten/hochzeitstorte/hochzeitstorte bestellenhochzeitstorte preis, hochzeitstorte probieren
/ratgeber/sauerteig/sauerteig ansetzensauerteig füttern, anstellgut aufbewahren
/brot/glutenfrei/glutenfreies brot kaufenglutenfreie brötchen, brot ohne gluten

Vorsicht bei vielen fast gleichen Seiten für einzelne Orte oder Varianten. Google nennt Seiten, die für ähnliche Suchanfragen erstellt werden und eher Suchergebnissen gleichen als einer klaren Gliederung, als Beispiel für Brückenseiten und damit für Spam [2]. Wie die einzelnen Seiten untereinander verbunden werden, beschreibt Interne Verlinkung planen. Größere Themen mit einer Hauptseite und mehreren Unterseiten plant die Schwesterseite unter Pillar-Seiten und Themencluster.

Häufige Fehler bei der Recherche

Google stellt in seinem Leitfaden zu hilfreichen Inhalten mehrere Fragen, an denen sich eine Recherche messen lässt. Eine davon lautet, ob du auf eine bestimmte Wortzahl hin schreibst, weil du gehört hast, dass Google eine bevorzugte Länge habe. Google antwortet selbst: Es gibt keine [8]. Weitere Fragen betreffen Themen, die du nur aufgreifst, weil sie gerade im Trend liegen, Nischenthemen ohne echtes Fachwissen und viele Inhalte zu vielen verschiedenen Themen in der Hoffnung, dass einige davon gut abschneiden [8]. Wer eine Keyword-Liste nur nach dem höchsten Suchvolumen abarbeitet, landet schnell bei genau solchen Seiten.

  • Nur auf die Menge achten: Ein seltener Begriff mit passender Absicht kann passendere Besucher bringen als ein häufiger, zu dem dein Angebot nicht passt.
  • Die eigene Sprache für die der Kunden halten: Fachbegriffe aus dem Betrieb sucht oft niemand.
  • Für jede Schreibweise eine eigene Seite anlegen: Varianten gehören in die Gruppe einer bestehenden Seite.
  • Die Liste nie wieder ansehen: Neue Suchanfragen in der Search Console zeigen, wo eine Seite ergänzt werden kann.

Was du mit der fertigen Zuordnung beim Schreiben machst, erklärt SEO-Texte schreiben. Für Titel und Beschreibung der Seite gilt der Ratgeber Title-Tag und Meta Description.

  1. Organisation Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 29.10.2026
  2. Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 29.10.2026
  3. Organisation Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse). Search Console-Hilfe, Google. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  4. Organisation So funktioniert die automatische Vervollständigung in der Google Suche. Google-Suche-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  5. Organisation Keyword-Planer verwenden. Google Ads-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  6. Organisation Start Using Bing Webmaster Tools to Improve Your Site Visibility. Microsoft Bing Webmaster Blog. Stand 17.06.2025. abgerufen am 29.10.2026
  7. Organisation Häufig gestellte Fragen zu Google Trends-Daten. Google Trends-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 29.10.2026
  8. Organisation Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, bei denen die Nutzer im Vordergrund stehen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 29.10.2026

Zuletzt geprüft am 29.10.2026, nächste Prüfung spätestens im Oktober 2027. Fehler entdeckt? Schreib uns.